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Mikrobiom im Zusammenhang mit Erkältungen

© sebra Adobe Stock274987196

Wir Menschen teilen unseren Körper mit einer Vielzahl von Bakterien. Das klingt im ersten Moment vielleicht ungesund oder unhygienisch, das Gegenteil ist jedoch der Fall: Damit wir gesund bleiben, sind wir auf einige Arten von Bakterien angewiesen. Im Gegensatz zu schädlichen Bakterien sind diese hilfreichen Bakterien nämlich an wichtigen Prozessen im Körper beteiligt. So helfen sie unter anderem bei der Verdauung oder kommunizieren mit dem Immunsystem und unterstützen dieses bei der Abwehr von Infektionen.

Unsere hilfreichen Bakterien leben vor allem im Darm, besiedeln aber auch den Hals und den Nasen- und Rachenraum, die Ohren und die Haut. Ihre Gesamtheit bezeichnet man als Mikrobiom. Dass es einen großen Zusammenhang zwischen dem Mikrobiom und der Gesundheit eines Menschen gibt, ist inzwischen ausführlich wissenschaftlich belegt. Darüber hinaus weiß man mittlerweile auch, welche Faktoren das Mikrobiom angreifen können. So sind Antibiotika auf lange Sicht vor allem für die Darmflora ein Problem, also den Teil des Mikrobioms, der im Darm angesiedelt ist. Alkohol wirkt sich negativ auf die Bakterien im Rachenraum aus. Ist das Mikrobiom geschädigt, kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Werden die hilfreichen Bakterien reduziert, können sich die schädlichen Bakterien leichter vermehren.

Mit seiner Funktion als Stütze des Immunsystems beeinflusst das Mikrobiom im Hals- und Rachenbereich auch, wie leicht wir uns mit Atemwegserkrankungen anstecken. Die Zusammensetzung der Bakterien in diesen Bereichen steht auch im Zusammenhang damit, ob man sich leicht mit Grippe infiziert oder nicht. Das Mikrobiom ist daran beteiligt, wie das Immunsystem auf das Eindringen von Erregern antwortet und wie schnell Abwehrzellen gebildet werden.

Gerade in der Erkältungssaison hilft das Mikrobiom also, sich weniger Infekte einzufangen. Faktoren, die dem Mikrobiom schaden, wie Rauchen, Stress und Alkohol, sollte man also vermeiden und stattdessen auf eine ausgewogene Ernährung achten, die auch ein gewisses Maß an probiotischen Lebensmitteln enthält.

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